Gestatten, ich bin ein Arschloch - Foto by KM
Gestatten, ich bin ein Arschloch - Foto by KM

Ein einladender Buchtitel und die Neugier des Lesers

Der Buchtitel „Gestatten ich bin ein Arschloch“ lädt geradezu dazu ein, sich das Buch aus dem Regal zu schnappen. Und genau das habe ich getan.

Die Perspektive eines narzisstischen Autors

Der Autor bringt dem Leser das Wesen des Narzissten näher – zuweilen durchaus selbstkritisch, da der Autor und Psychiater Pablo Hagemeyer selbst ein Narzisst ist. Ein netter, wie er sich selbst bezeichnet.

Einblicke in die Praxis des Narzissmus

Anhand von Beispielen aus seiner Praxis zeigt der Autor auf, wie ein Narzisst tickt und wie man sich gegen solche Menschen zur Wehr setzen kann. Mitunter macht Pablo Hagemeyer deutlich, dass in jedem von uns ein kleines „Arschloch“ steckt und dass dies für unser Weiterkommen notwendig sein kann. Mit Humor wird die trockene Materie stellenweise aufgelockert, ohne dass sich das Buch wie eine Comedy liest.

Das Beispielpaar Tom und Tina: Narzissmus anschaulich dargestellt

Mit dem Beispielpaar Tom und Tina wird das Thema Narzissmus anschaulich an den Leser herangetragen, allerdings nicht ohne den einen oder anderen Schockmoment. Dass Narzissten vor allem an den Schalthebeln der Macht in Firmen und der Politik stehen, überrascht als Erkenntnis nicht.

Tipps für Opfer und ein Spiegel für den Leser

Narzissten wird das Buch sicherlich nicht erreichen, da diese Spezies ihr Verhalten niemals als falsch betrachten. Opfer solch unangenehmer Zeitgenossen finden jedoch einige Tipps, um gegenzusteuern und sich aus den Fängen von Narzissten zu befreien. Für alle anderen Leser kann zwischen den Zeilen die eine oder andere Erkenntnis stehen. Vielleicht gibt das Buch sogar den nötigen Schub, um eine toxische Beziehung zu beenden.

Persönliche Eindrücke und Kritik

Für mich persönlich war die Lektüre leicht zu lesen, vermittelte allerdings nicht wirklich Neues über das Thema Narzissmus. Zuweilen fehlte mir der rote Faden – der Autor springt von seiner eigenen Ehe zu Fakten und dann wieder zurück zu Tom und Tina. Dies ist mir stellenweise zu sprunghaft.

Fazit: Empfehlenswert für Einsteiger

Wer sich bisher nicht an die Materie herangetraut hat, macht mit diesem Sachbuch nichts falsch und findet alle Grundinformationen, die man zu diesem Thema benötigt – inklusive eines Selbsttests. Fazit: „Gestatten ich bin ein Arschloch“ ist lesenswert für Einsteiger, auch im Hinblick auf die Erkenntnis toxischer Beziehungen.

Orell Füssli: Gestatten, ich bin ein Arschloch*

Thalia: Gestatten ich bin ein Arschloch*

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